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Das Braune Langohr

 

… gehört mit einer Körpergröße von etwa 5 Zentimetern zu den mittelgroßen Fledermausarten. Auffällig sind an dieser Art die sehr großen Ohren, die mit ungefähr 3,5 cm Länge beinahe so groß sind wie der Körper selbst. Beim Schlafen werden diese Ohren nach hinten gebogen und zwischen Körper und Unterarmen eingeklemmt. Dann sieht man beim Betrachten der Fledermaus nur den vorstehen Ohrdeckel, den sogenannten Tragus. Braune Langohren können ihre Ohren unabhängig voneinander bewegen und nach vorne oder zur Seite richten, was ihnen bei der Jagd hilft.

Braune Langohren haben außerdem sehr breite Flügel, die viel Auftrieb erzeugen und es den Fledermäusen ermöglichen, sehr langsam und wendig zu fliegen. Dadurch sind sie oft in Baumkronen oder im dichten Gestrüpp zu sehen. Auch können sie eine Weile im Rüttelflug an einer Stelle in der Luft verharren. Diese Fähigkeit nutzen sie, um ihre Beute wie Käfer und Insekten zu orten. Sie „stehen“ dann in der Luft und orten ihre Beute mit leisen Echopeilrufen. Sobald sich im Blätter- und Strauchgewirr unter ihnen etwas bewegt, ändert sich das reflektierte charakteristische Muster und die Braunen Langohren können ihre Beute fangen. Manchmal jagen diese Fledermäuse jedoch auch im Flug.

Typisch für Braune Langohren ist auch, dass sie sich bei der Jagd oft nicht weiter als wenige hundert Meter von ihrem Sommerquartier entfernen.

Diese Sommerquartiere befinden sich häufig in Baumhöhlen oder in Vogel-, Fledermaus-, und Kombikästen. Oft findet man Wochenstubenkolonien aber auch auf Dachböden oder hinter Verkleidungen in und an Gebäuden. Braune Langohren hängen eher selten frei, sondern suchen sich meist enge Ritzen und Spalten, um sich darin zu verkriechen.

Als Winterquartier bevorzugen Braune Langohren unterirdische Verstecke. Sie suchen sich feuchte Kelleranlagen (wie zum Beispiel Doras Fledermauskeller), Bunker oder Höhlen. Manchmal sind sie auch in oberirdischen Verstecken wie Gebäuden oder Baumhöhlen zu finden.