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Insekten

Fotos: Svend Petersen-Fink

Insektenschutz – Was kann ich selber tun?

 

Insektenschutz fängt im eigenen Garten an: Hier gibt es viele Möglichkeiten, unseren heimischen Insekten etwas Gutes zu tun und vieles ist leichter, als man denkt. Da heutzutage immer weniger Menschen „Zeit“ haben, beruhigt es doch, zu wissen, dass im Garten eingesparte Arbeitszeit gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Schaffung von Insektenparadiesen liefert. Statt Rasenmähen, perfekt gestutzten Hecken und korrekt abgesteckten Blumenbeeten sind Wildwiesen und unaufgeräumte Gärten angesagt!

Heimische Gewächse bieten einen optimalen Lebensraum für Insekten, Zierpflanzen aus anderen Gefilden wie z. B. Thuja und Kirschlorbeer haben dagegen keinen Nutzen! Man muss deshalb jedoch nicht seinen ganzen Garten umgestalten, da ja auch schon kleine Blühflächen ein üppiges Pollen- und Nektarangebot bieten können. Auch Stängel und Blätter bieten wertvollen Lebensraum für viele Insekten. Dürften diese im Herbst/Winter im Garten verbleiben, wäre bereits viel zum Erhalt der Insektenvielfalt getan. Nektarreiche Blütenpflanzen wie Fingerhut, Wegwarte, Nachtkerzen oder Natternkopf,  verschönern und bereichern unsere Gärten. Auf der Internetseite des NABU findet man hierzu viele weitere Informationen: www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/tiere/insekten/22629.html

Auch Trockenmauern sind artenreiche Lebensräume und tragen zum Erhalt der ökologischen Vielfalt bei. Selbst ein kleiner Steinhaufen mit nektartragenden Blütenpflanzen kann für Insekten zum Paradies werden und wäre somit eine gute Ergänzung zu den immer stärker versiegelten Vorgärten in vielen Wohngebieten.

Wer dann noch mehr für Insekten tun möchte, kann Nisthilfen anbringen. Dabei empfiehlt es sich nicht, auf überteuerte sogenannte „Insektenhotels“ aus dem Baumarkt zurückzugreifen, da diese in vielen Fällen nicht praxistauglich sind. Wesentlich besser (und günstiger) wäre da ein Eigenbau in Form von gebündelten Pflanzenstängeln oder glatten Bohrungen in Hartholzklötzen (Buche, Eiche, Esche, Obstbäume) als Nistmöglichkeit. Die Bohrungen sollten immer im Längsholz, also im rechten Winkel zur Holzfaser erfolgen, nie im Stirnholz (Rissbildung führt zu Nässeeintritt und somit zu Parasiten- und Pilzbefall). Bei Weichhölzern wie Kiefer, Fichte, Tanne, Weide und Pappel kommt es schnell zu Ausfransungen innerhalb der Bohrgänge, was zur Verletzungsgefahr der empfindlichen Flügel der Insekten führt.

Wer mehr Informationen zu Naturgärten und Nisthilfen erhalten möchte, findet auf der Internetseite von Werner David unter folgendem Link viel Wissenswertes:

https://www.naturgartenfreude.de

Foto: Gerrit Andresen                         Foto: Andrea Thomes                        Foto: Svend Petersen-Fink        

Beerenwanzen