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Bild des Monats Januar 2021

Haareis, Foto: A. Thomes

Foto: A. Thomes

 

Das abgebildete Haareis wird auch Eiswolle genannt und ist ein seltenes biophysikalisches Phänomen. Es besteht aus feinen Eisnadeln, die sich auf feuchtem, morschen Holz bilden können, wenn die richtigen Bedingungen dafür vorliegen.

Erst 2008 haben die Forscher G.Wagner und C.Mätzler herausgefunden, dass  für die Entstehung des Haareises winteraktive Pilze im Holz verantwortlich sind. Bei deren Stoffwechsel  entstehen Gase, die das im Holz vorhandene, noch flüssige  Wasser an die Oberfläche drängen. Dort gefriert es an der geringfügig kälteren Umgebungsluft und wird von nachdrängender Flüssigkeit weiter geschoben.

Die Temperaturen müssen dabei  knapp unter dem Gefrierpunkt liegen und gleichzeitig muss eine hohe Luftfeuchtigkeit vorhanden sein.

Ähnlich aussehendes Bandeis an Pflanzenstengeln und Kammeis am Boden werden durch andere Prozesse hervor gerufen.

 

B.Gottburg,  www.oberetreenelandschaft.de

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