Was für eine (Hunde-)scheiße?! – Warum Hundekot der Düne schadet
Mit dieser Aktion wollte der Naturschutzverein Obere Treenelandschaft gemeinsam mit den Ranger*innen des Landes Schleswig-Holstein im Mai die Aufmerksamkeit auf ein Problem lenken, das inzwischen ein nicht mehr zu akzeptierendes Ausmaß erreicht hat: die massiven Nährstoffeinträge durch Hundekot in den sensiblen Dünenlebensräumen am Treßsee. Um das Ausmaß der Verunreinigung sichtbar zu machen, sollte jeder gefundene Hundekothaufen entlang des Rundweges mit bunten Fähnchen markiert werden. Das erschreckende Ergebnis zeigte sich bereits nach den ersten 170 m Wegstrecke: die mehr als 60 vorbereiteten Fähnchen waren schon hier verbraucht – und noch weitere wären nötig gewesen.
Gerade die Dünen am Treßsee sind mit ihren nährstoffarmen Voraussetzungen ideale Lebensräume für im ganzen Land selten gewordene Tiere und Pflanzen. Genau diese empfindliche Grundlage wird jedoch durch den ständigen Nährstoffeintrag durch Hundekot zunehmend verändert. Erste Folgen sind bereits deutlich sichtbar: Brennnesseln, Brombeeren und dominante Gräser breiten sich entlang der Wege aus und verdrängen nach und nach die an die nährstoffarmen Standorte angepassten Dünenarten. Doch nicht nur für die Vegetation ist es eine Schande. Auch für die Schafe und Ziegen der Wanderschafherde, die mehrere Wochen im Jahr zur Pflege der Dünen vorbeikommen, stellt Hundekot ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.
Selbst erschüttert über das Ausmaß der Verunreinigung, finden wir, dass es reicht! Mit dieser auffälligen Aktion wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, wie sehr zurückgelassener Hundekot den wertvollen Lebensräumen der Oberen Treenelandschaft schadet.
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