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Die Knoblauchkröte

 

Die Knoblauchkröte ist ein kleiner Froschlurch, der auch in der Oberen Treenelandschaft vorkommt. Dort ist sie besonders nördlich des Treßsees, am großen Weiher und auch in kleineren Teichen zu finden.

Der gedrungene, kompakte Körper dieser Kröte ist zwischen 4,5 und 8 Zentimetern groß und an der Oberseite hellbraun gefärbt und mit unterschiedlich großen, oliv-braunen Flecken versehen. Durch harte Grabschwielen an den Hinterfüßen kann diese Art sehr gut graben.

Besonders verbreitet ist diese Krötenart im Tiefland Mittel- und Osteuropas. In Deutschland ist sie besonders stark in Ostdeutschland verbreitet, in Südbayern und Teilen Westdeutschlands kommt sie dagegen nicht vor.

In der Roten Liste Schleswig-Holstein ist sie in der Kategorie 3 ("gefährdet") aufgeführt. Nach FFH-Richtlinien ist die Knoblauchkröte europaweit geschützt und nach dem Bundesnaturschutzgesetz gilt sie als „streng geschützt“. Das bedeutet, dass sie nicht gefangen, verletzt, getötet oder in ihrem Lebensraum gestört werden darf.

Die Knoblauchkröte bevorzugt offene Landschaften mit sandigem Boden, da sie sich hier besonders gut eingraben kann. Als Laichgewässer dienen stehende und fließende Gewässer in diesen sandigen Gebieten.

Die Nahrung der Knoblauchkröte besteht hauptsächlich aus Laufkäfern, Schmetterlingslarven, Regenwürmern und kleinen Schnecken.

Besonders gefährdet ist sie durch den Waldkauz, der sie besonders im Frühjahr erbeutet. Andere Feinde sind Graureiher, Mäusebussard, Schwarzmilan, Schleiereule, Spitzmaus und Wildschwein. Da sie oft auf Ackerflächen lebt, gefährden auch die Menschen das Leben der Knoblauchkröte, da die Landwirtschaft intensiviert wird und verstärkt Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Eine Besonderheit der nachtaktiven Kröte ist ihr Abwehrverhalten. Sie verteidigt sich, indem sie ihre Feinde mit Kopfstößen und Bissen attackiert und dabei Schreie ausstößt.

Außerdem werden die Kaulquappen der Knoblauchkröte bis 19 Zentimeter groß, was für Kröten dieser Größe ungewöhnlich ist.

Ihren Namen trägt die Knoblauchkröte aufgrund des in Stresssituationen ausgestoßenen Sekrets, das im Geruch an Knoblauch erinnert.

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