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Zauneidechsen auf Holnis

Gleich am ersten Tag meines FÖJs wurde es spannend. Britta Gottburg und ich waren zu einem Pressetermin in der Nähe von Glücksburg eingeladen. Auf der Halbinsel Holnis sollten an diesem Tag 15 junge Zauneidechsen angesiedelt werden. Dies ist ein Projekt der Stiftung Naturschutz und der Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutzplanung (GFN), welches von 2018 bis 2020 gehen soll.

Zu Beginn des Projekts wurde der Standort auf Holnis so bearbeitet, dass er den Zauneidechsen einen optimalen Lebensraum bietet. So wurden zum Beispiel neue Rohbodenflächen angelegt, da diese besonders gut für die Eiablage der Eidechsen geeignet sind. Außerdem wurde die Kartoffelrose in dem Gebiet durch das Abdecken mit einem lichtundurchlässigen Wasserbauvlies zurückgedrängt. Damit die Tiere sich gut in der Sonne aufwärmen können, wurden Steinhaufen angelegt, und als Schutz dienen Weißdornsträucher. lnisHoli

Die Elterntiere der ausgesiedelten Eidechsen stammen aus der Kiesgrube in den Fröruper Bergen, die zu Kurt und Erika Schrobach-Stiftung gehört und vom Naturschutzverein Obere Treenelandschaft betreut wird. Die trächtigen Tiere wurden eingesammelt und legten im Terrarium ihre Eier ab. Diese Eier wurden dann im Inkubator „bebrütet“. Als die Jungtiere geschlüpft waren, wurden sie in einem Freilandterrarium gehalten und mit ausreichend Futter auf das Leben in Freiheit vorbereitet. Als die Tiere drei Wochen alt waren wurden sie auf Holnis ausgesiedelt. Zu diesem Zeitpunkt waren sie allerdings schon größer und kräftiger, als wären sie zum gleichen Zeitpunkt in der Natur geboren. Im Terrarium war das Futterangebot deutlich größer, als in der freien Natur, wodurch die Jungtiere besser vor Fressfeinden geschützt sind.

Diese 15 Tiere waren zunächst nur ein Anfang, zu einem späteren Zeitpunkt im August wurden erneut ca. 15 Tiere angesiedelt. Im letzten Jahr waren bereits ungefähr 30 Jungtiere ausgesiedelt worden. Von denen auch einige in idesem Jahr wiederentdeckt worden waren. Nach der Beendigung des Projektes im nächsten Jahr werden die Elterntiere wieder in die Kiesgrube zurückgebracht werden.

Elterntier aus der Kiesgrube