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Faschinen für den Küstenschutz

31.03.2015

 

Faschinen aus Frörup für den Küstenschutz

 

Derzeit sieht man in Frörupsand und anderswo auf den vom Sturm gezeichneten Waldflächen viele dieser zusammengestellten Bündel, den Faschinen, die für manchen Betrachter etwas skurril daher kommen.

Aus dem Reisig der umgefallenen und abgeernteten Bäume werden von den Faschinenbindern kleine Bündel zusammen gefasst, die dann später als Erosionsschutz und zur Landgewinnung  an der Nordseeküste zum Einsatz kommen. Mit den Faschinen werden die Lahnungen im Watt gebaut, mit deren Hilfe die Strömung beruhigt wird und die Schwebstoffe zum Böschungen und im Wasserbau zur  Ufer- oder Gewässersohlenbefestigung genutzt. Zur Festigung von Böschungen werden die Faschinen rautenförmig mit Pflöcken auf den Hang genagelt. Anschließend werden sie mit Oberboden abgedeckt. Dabei wirken sie auch als Drainage.

Für die Faschinen werden die vorhandenen Zweige verwendet, die mit einem speziellen Messer, dem Faschinenmesser, zurecht geschnitten werden. Die Nadeln bzw. das Laub verbleiben auf der Fläche. Für die Waldflächen hat es den Vorteil, dass Platz geschaffen wird für die neu zu pflanzenden Laubbäume.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Faschinen für den Küstenschutz