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Freiwilliger Waldeinsatz in den Fröruper Bergen

Oeversee, den 24.02.2003

 

Ökologischer Waldumbau erfordert laufende Pflegearbeiten. Der Naturschutzverein Obere Treenelandschaft fordert nun zum freiwilligen Arbeitseinsatz seiner Mitglieder in den Fröruper Bergen auf.


Erklärtes Ziel des Naturschutzfachleute im Naturschutzverein Obere Treenelandschaft und der Schrobach-Stiftung ist der ökologische Umbau der Waldgebiete in den Fröruper Bergen. „Schaffung unbeeinflusster Naturwälder“ heißt es dann in dem neu herausgebrachten Faltblatt des Vereins. Nachweislich gehören die Nadelbäume ursprünglich nicht zu den heimische Gewächsen.

In der Jungsteinzeit (3000 v. Chr.) und auch noch im frühen Mittelalter (800 n. Chr.) hat es in der Gegend um Oeversee vornehmlich Laubwald – Eiche, Buche, Haselgebüsch – gegeben. Man ist jetzt bemüht, die Nadelholzbestände schrittweise zurückzudrängen. Von Nadelholz befreite Laubbaumflächen müssen jetzt laufend entkusselt werden, das heißt, junge Tannen-, Kiefern- und Lärchenpflanzen müssen entfernt werden.

Das genau war auch die Aufgabe der freiwilligen Helfer an einem sonnigen Wintermorgen. Etwa 20 Naturfreunde bewaffneten sich mit entsprechenden Werkzeugen und wurden von den beiden verantwortlichen Diplom-Forstwirten, Jan Kumke und Arne Petersen, sowie dem Geschäftsführer des Naturschutzvereins, Thorsten Roos, fachlich eingewiesen und auf die zu pflegenden Flächen in den Fröruper Bergen verteilt. Wichtig war, nicht die neu gesetzten Laubholzgewächse wegzuschneiden oder zu beschädigen, was dadurch vereinfacht wurde, dass diese Setzlinge mit Schafwolle in den Trieben gegen Rehverbiss geschützt waren.

Nach einigen Stunden ungewohnter Tätigkeit kehrten die freiwilligen Waldarbeiter mehr oder weniger müde, zum Treffpunkt, der Hütte der Waldjugend , zurück. Dort lief der Grill – natürlich mit der Lammgrillwurst aus der Produktion der Naturschutz-Schäferin Angela Kleinmann – schon auf vollen Touren.

Auszug aus dem Flensburger Tageblatt vom 24.2.03