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Infotafeln weisen Weg in der Oberen Treenelandschaft

Oeversee, den 10.07.2003

 

Schilder vom Sankelmarker See bis nach Keelbek


Die erste von 18 Infotafeln entlang der Wege des Naturschutzprojektes Obere Treenelandschaft vom Sankelmarker See bis zum Angelboweg in Keelbek ist enthüllt worden. Zehn Wanderwege sind zusätzlich durch 250 Pfosten mit den jeweiligen Tierzeichensymbolen übersichtlich gekennzeichnet worden. „Die Wanderwege haben eine Länge von drei bis zu 18 Kilometern, also ist für jede Altersgruppe etwas dabei“ sagte Thorsten Roos, Geschäftsführer des Naturschutzvereins Obere Treenelandschft e.V. bei der Erläuterung der Infotafel. Auf fünf Parkplätzen, von Freienwill im Norden bis nach Tarp im Süden, erhält der Besucher Informationen wie Weglänge, Gehzeit, Fahrzeit, Beschaffenheit und Wissenswertes entlang der Wege. Zudem werden Angaben zur Nutzungsfähigkeit für Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer und Reiter gemacht. Die Wander- und Wegekarten sind kostenlos in den Amtsverwaltungen Hürup, Oeversee und Eggebek, im Fremdenverkehrsbüro Tarp sowie in zahlreichen Hotels und Gaststätten der Region erhältlich. Der Verein „Arbeiten für die Umwelt“ aus Flensburg hat in der zurückliegenden Zeit die 250 Pfosten angebracht, die Infotafeln werden finanziell unterstützt von „Bingo-Lotto“ Schleswig-Holstein. Dr. Wiebke Sach und Britta Gottburg, beide Mitarbeiterinnen des NSV, führten anschließend in das von der Wanderschaf- und der Rinderherde beweidete Gebiet an der Treßseedüne und das Ufergelände des Treßsees. Sie zeigten, dass Weidelgras, Lieschgras und Wiesenschwingel immer mehr zurückgedrängt werden, weil man Abstand von der intensiven Bewirtschaftung genommen hat. Statt dessen haben dort alte Pflanzen und Blütengewächse wie das Gemeine Straußgras, Wolliges und Weiches Honiggras sowie Rotschwingel und Drahtschmiele wieder eine Chance. Peter Lorenzen, Besitzer der Rinderherde, machte deutlich, dass seine Arbeit vor allem eine ideelle ist: „Im Moment sind die Fleischpreise so schlecht, dass eine kostendeckende Grundlage nicht vorhanden ist. Unsere Aktivitäten sind als unser Beitrag zum Naturschutz zu sehen.“ Die Tiere werden im Sommer und im Winter auf einer halboffenen Fläche von 100 Hektar gehalten und nur in extrem kalten und langen Wintern zugefüttert. Durch den vollkommenen Verzicht auf Kraftfutter benötigen diese Rinder eine längere Zeit bis zur Schlachtreife. Am 31. Oktober veranstaltet der NSV im Gasthaus Frörup ein Rindfleischessen mit Fleisch der „Treenerinder“. Fleischbestellungen bei Peter Lorenzen 04602 / 420.

Auszug aus dem Flensburger Tageblatt vom 10.7.03