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Weg mit dem Nadelholz, Licht für den Laubwald

Oeversee, den 23.02.2004

Naturschützer „entkusseln“ den Fröruper Forst


„Entkusseln“ hieß der Arbeitsauftrag für 30 freiwillige Naturschutzhelfer. Mit Astzangen, Sägen und Beilen zogen sie in die Fröruper Berge, um junge Kiefern-, Fichten- und Lärchen-triebe zu entfernen, also den Wald zu „entkusseln“. Diplom-Forstwirt Jan Kumke von der Schrobach-Stiftung sowie Thorsten Roos, Dr. Wiebke Sach und Britta Gottburg vom Naturschutzverein Obere Treenelandschaft koordinierten den Einsatz. Der Naturschutzverein hatte zu dem freiwilligen Arbeitseinsatz aufgerufen.

Ziel des Naturschutzvereins und der Schrobach-Stiftung ist die Schaffung naturnaher Wälder. Und Nadelbäume gehören nachweislich nicht auf die Geest, sondern wurden erst in der Neuzeit angepflanzt. Im frühen Mittelalter (um 800 n.Chr.) bildeten Eichen, Buchen und Haselgebüsch die Wälder um Oeversee. Der Naturschutzverein bemüht sich, die Nadelholz-bestände schrittweise zurückzudrängen. Die vom Nadelholz befreiten Flächen müssen laufend entkusselt werden.

Auszug aus dem Flensburger Tageblatt vom 23.2.04