Schriftgröße:
normale Schrift einschaltengroße Schrift einschaltensehr große Schrift einschalten
 
 

200 Lämmer läuten den Frühling ein

Oeversee, den 29.03.2004

Heidschnucken der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung: Zehn Zwillingsgeburten


Rund 200 kleine Lämmer sind in den letzten Tagen im Schafstall der Kurt und Erika Schrobach-Stiftung am Rande der Fröruper Berge geboren worden. Hiervon waren zehn Zwillingsgeburten. Dies ist bei dieser Heidschnuckenart selten. Die Mutterschafe haben nur für ein Lamm Milch. Da müssen die Schäferinnen als Ziehmutter herhalten und Ziegenmilch in Flaschen verabreichen. Da der Schafstall in dieser Jahreszeit ein beliebtes Ausflugsziel ist, kann schon mal ein kleiner Erdenbürger bei der Fütterung mithelfen.

Schon bald ist es vorbei mit den zahlreichen Besuchern. Wenn das Gras sprießt, werden Angela Kleinmann und ihre Mutterschaftsvertretung Anja Rosental mit der Herde „auf Wanderschaft“ gehen. Die Herde zieht dann durch das Naturschutzgebiet Fröruper Berge zum Treßsee und zu weiteren Flächen der Stiftung. Die anspruchslosen Schafe und die zur Herde gehörenden Ziegen fressen Büsche und Sträucher kurz. Dies ist aktiver Naturschutz.

Hinter den beiden jungen Frauen liegt eine aufregende Zeit. Täglich wurden mehrere kleine Lämmer geboren. Zuerst wurde die werdende Mutter in die kleine „Ablammbucht“ gebracht und von der Herde abgetrennt. Nach der Geburt blieben Muttertier und Nachwuchs für zwei Tage dort zusammen. Dann kamen beide in eine größere Gruppe mit weiteren jungen Schaf-familien.

Durch diese innige Beziehung kann die Schafmutter „ihr“ Kind aus tausend weiteren Lämmern heraus am Geruch und am Ton erkennen. So kommt es nie zu Problemen bei der Vergabe der Mahlzeiten. Anders ist dies freilich bei den Schafen, die zwei Lämmer bekommen haben: Hier muss eines vom Mutterschaf getrennt und an die Flasche gewöhnt werden.

Mittlerweile sind die meisten dieser „Einsamen“ verkauft, nur noch zwei hängen an der Flasche.

Auszug aus dem Flensburger Tageblatt vom 29.3.04