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Politiker informieren sich beim Naturschutzverein Obere Treenelandschaft

Oeversee, den 01.10.2004

Peter Harry Carstensen, Frauke Tengler und der Vorsitzende des Deutschen Landschaftspflegeverbandes, Joseph Göppel, auch Mitglied des Bayrischen Landtages, trafen sich im Büro des Naturschutzvereins (NSV) zu einem Informationsgespräch. Vorsitzender Werner Heydorn stellte den NSV in groben Zügen vor, und betont ausdrücklich, dass es für die Gründung des Vereins im Jahre 2000 ausschlaggebend war, dass sich die Kurt und Erika Schrobach-Stiftung finanziell und ideell voll engagiert hätte und auch Mitglied des NSV wurde. Ziel sei von vorn herein gewesen, Naturschutz von unten nach oben, d.h. immer im Einklang mit den Bürgern und der Landwirtschaft zu praktizieren. Das habe sich ausgezahlt und den entscheidenden Durchbruch ermöglicht. Heute habe der Verein 120 Mitglieder, bestehend aus Bürgern, Landwirten und auch Jägern.

Thorsten Roos, Geschäftsführer des Vereins, erläutert die Arbeit im NSV und die Eigenarten des unter Naturschutz stehenden Gebietes, immerhin schon über 1000 ha. „Das Naturschutzgebiet Obere Treenelandschaft ist eine Perle unter den deutschen Schutzgebieten und bietet mit seiner Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt sowie der Vielfalt der Landschaftsformen eine ideale Basis für den naturnahen Tourismus“, sagte der Naturschützer Roos. Ökologie und Ökonomie gelte es in Einklang zu bringen und das Heimatgefühl in der Region zu schärfen. Dr. Cordelia Wiebe von der Schrobach-Stiftung stellte das Engagement der Stiftung für den Naturschutz in Schleswig-Holstein vor. Nicht zuletzt durch die enge Zusammenarbeit mit dem NSV und vielen ehrenamtlichen Helfern könne der Verwaltungsaufwand sehr niedrig gehalten werden.

Peter Harry Carstensen lobte die Arbeit des NSV, gibt jedoch zu bedenken, dass nicht nur Geld zu holen sei, sondern auch die grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit und Förderung der ehrenamtlichen Tätigkeiten stärker forciert werden müsse.

Joseph Göppel empfiehlt die hiesige Landschaft als unverwechselbares Standortmerkmal in den Vordergrund zu stellen und Wirtschaft und Naturschutz in Gleichklang zu bringen. Die Vielfalt der Kulturen innerhalb eines Staates werde von der EU mit nicht unerheblichen Mitteln gefördert. Alle sind sich darüber einig, dass in naher Zukunft große Flächen aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen und dem Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. Grund dafür seien die nicht gelösten Nachfolgeprobleme auf den Höfen oder wirtschaftliche Zwänge durch politische (Fehl-)Entscheidungen.

Zum Abschluss des Besuches wurde die Natur-Rinderherde von Peter Lorenzen, Juhlschau, im Schutzgebiet am Treßsee besichtigt und der Arnkiel-Park in Munkwolstrup besucht.

Auszug aus dem Treenespiegel vom Oktober 04