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Liebliche Landschaft und große Geschichte

Oeversee, den 17.07.2006

Grün, Geschichte und Genuss:


Spätsommerliche Urlaubsfreuden in der Treenelandschaft

Oeversee, den 17. Juli 2006

 

Im nördlichsten Schleswig-Holstein, kurz vor dem Königreich Dänemark, schmiegt sich zwischen die Meere eine echte Idylle – die Treenelandschaft. Fernab vom Massentourismus erwartet Erholungssuchende unverfälschte Natur, Kultur und Gaumenfreuden. Denn hier oben hat es die letzte Eiszeit gut gemeint. Alles, was der Gletscher zwischen Flensburg und Schleswig mitgebracht hatte, ließ er einfach liegen: Sanfte Hügel, naturnahe Bäche, Seen, Moore, Wälder, Heiden und sogar herrliche Binnendünen. Aber nicht nur wunderschöne, seltene Biotope machen die Treenelandschaft so kennens- und liebenswert. Auch kulturelle Schwergewichte wie das legendäre Danewerk, eine 1300 Jahre alte Wehranlage, bieten Besuchern Unvergessliches. Dieses größte archäologische Bodendenkmal Nordeuropas steht kurz vor der Anmeldung als Weltkulturerbe bei der UNESCO. Legendär ist zudem der Europäische Fernwanderweg Ochsenweg, der durch fast ganz Dänemark und Schleswig-Holstein führt; als vermutlich in der Bronzezeit entstandener Weg, einer der ältesten Nord- und Mitteleuropas. Nicht zuletzt ist die Treenelandschaft ein Geheimtipp für Paddler, Reiter und Radler.

 

Schützenwert, liebreizend und artenreich

Besucher können in dem herrlichen Gebiet mit seltener Flora und Fauna Bekanntschaft machen. Küchenschelle und Knoblauchkröte, Wollgras und Wiesenweihe, Kreuzotter, Eisvogel, Orchideen und rare Libellenarten fühlen sich hier richtig wohl. So hat die Obere Treenelandschaft vor einiger Zeit offiziell den Status „mit gesamtstaatlicher Bedeutung" verliehen bekommen und ist eines der wenigen Naturschutzgroßprojekte in Deutschland. Da freut sich auch der Weißstorch – es leben noch 8 Brutpaare in der Treenelandschaft. Für alle, die Wolle und Wandern lieben, hält die Treenelandschaft eine weitere Besonderheit bereit. Hier lebt und arbeitet eine Wanderschäferin, in deren Obhut sich über 500 der flauschigen Tiere befinden. Fast Immer ist sie mit ihrer Herde und den umsichtigen Hütehunden unterwegs, um Heide und Moore zu pflegen. Info-Tafeln zeigen dem Besucher, wo die muntere Schafschar sich befindet, so dass man mitwandern oder den Stall in traumhafter Lage besuchen kann.

 

Starke Symbiose: Sport und dänische Kultur

Eine weitere wundervolle Möglichkeit, auf „Schusters Rappen" aktiv zu sein, bietet der älteste Landfernweg „Ochsenweg", auch Heerweg genannt. Auf der vermutlich schon seit der Bronzezeit Nordeuropa mit Mitteleuropa verbindenden Strecke lässt es sich sagenhaft laufen: in den Fußspuren früherer Fürsten und Bettler, Handwerker und Kaufleute, Könige mit ihren Heeren oder Viehtreiber mit ihren Ochsenherden. Wer schneller vorankommen möchte, nimmt das Fahrrad und kann fast überall in der Treenelandschaft der deutsch-dänischen Geschichte hautnah begegnen. Selbst auf dem gut erhaltenen Danewerk, der früh- bis hochmittel- alterlichen Befestigung der Dänen, lässt es sich ausgiebig radeln oder wandern – immer mit herrlichem Weitblick über die vielfältige Landschaft. Die Anlage, die von Hollingstedt bis nach Haithabu, dem heutigen Schleswig, reicht, steht unter Natur- und Denkmalschutz und soll in Kürze zum Weltkulturerbe gehören. Ob Oeversee-Denkmal, das an das ehemalige Schlachtfeld im deutsch-österreich-dänischen Krieg 1864 erinnert, oder Arnkiel-Park, ein beeindruckender Archäologiepark mit bis zu 75 Meter langen, teilweise rekonstruierten Grabhügeln aus der Jungsteinzeit (ca. 3.600 v. Chr.), der Weg ist gesäumt mit Kultur pur. Hoch zu Ross oder im kühlen Nass. Die Treene, die im Treßsee südlich von Flensburg entspringt und als einer der schönsten Flüsse Schleswig-Holsteins gilt, schlängelt sich so natürlich durch das Hügelland und die Geest, dass eine Kanufahrt ab Eggebek/Langstedt ein traumhaft entspannendes Erlebnis ist. Kanuverleih, Rast- und Zeltplätze sowie lauschige Gasthöfe säumen das Ufer. Wer lieber oder zusätzlich die herrliche Flusslandschaft auf einem Pferderücken genießen will, kann von Hollingstedt aus das weit vernetzte Reitwegeangebot nutzen. Eine Kutschfahrt durch Wiesen und Wälder rundet einen aktiven Tag gemütlich und romantisch ab. Kulinarisches & Übernachten Schöne Campingplätze, wohlige Heuherbergen, gemütliche Landgasthöfe, individuelle Ferienwohnungen oder komfortables Luxushotel, hier gibt es alles, was das Herz begehrt. Natürlich kommt auch der Gaumen auf seine Kosten, denn so viele Naturgenüsse und klare Luft machen Appetit. Ausgewählte Dorfgasthöfe servieren ökologisch erzeugte Produkte aus der Region, seien es Gerichte vom Treene-Rind oder vom Treene-Lamm. Ob Kurztrip oder ein ausgedehnter Urlaub, die Treenelandschaft bietet vielseitige Arrangements für jeden Geschmack: Im Spätsommer und Herbst z.B. Zur Heideblüte an die Treene, Kurzwoche auf kulturhistorischen Spuren oder Altweibersommer an der Treene mit geführten Wanderungen und Radeltouren auf eigene Faust.

 

Haben Sie Fragen und wünschen Sie weitere Informationen, dann wenden Sie sich an das Grüne Binnenland, Stapelholmer Weg 13 in 24963 Tarp, Tel. 04638/898404,

 

Rückfragen oder Wünsche der Presse bitte an:

Naturschutzverein Obere Treenelandschaft e.V.
Geschäftsführung Thorsten Roos
Großsolter Weg 2a
24988 Oeversee
Tel.: 04630-936096
E-Mail:
www.oberetreenelandschaft.de

 

 

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