Naturschutzverein Obere Treenelandschaft e.V.
 
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Obere Treenelandschaft


Die Obere Treenelandschaft wurde durch weichseleiszeitliche Gletschervorstöße vor ca. 12.000 Jahren geprägt. Sie repräsentiert den Übergang zwischen den kuppigen Endmoränenzügen des Östlichen Hügellandes und den flachen Sanderflächen der Geest im Westen. Beim Abtauen der Gletscher entstanden große Schmelzwasserrinnen, die noch in den Niederungen am Treßsee, des Ihlseestromes und der Treene zu erahnen sind.

Zudem wird das Gebiet durch einen kleinräumigen Wechsel von Grund-, End- und Stauchmoränen (Fröruper Berge, Moränenzug Munkwolstrup) geprägt. Neben Binnensanderabsätzen (wie zwischen Frörupsand und Tinghoe) gibt es zudem Binnendünen (nördlich des Treßsees).

Die Landschaft weist ein abwechslungsreiches Relief auf: Steile Hänge mit sandigen bis lehmigen Böden wechseln mit vermoorten Senken und Niederungen ab. Somit befinden sich trockene Lebensräume und Feuchtbiotope in unmittelbarer Nachbarschaft.

Im Herzen des Kreises Schleswig-Flensburg, auf halber Strecke zwischen Flensburg und Schleswig, befindet sich diese überaus reizvolle Landschaft.

Zur Oberen Treenelandschaft gehören Teile der Gemeinden Sankelmark und Freienwill im Norden, Oeversee und Großsolt in der Mitte sowie Tarp und Sieverstedt im Süden.

Ohne das ca. 5 km lange Treenetal südwestlich der Autobahnbrücke mit einzubeziehen hat das 2000 ha große Kerngebiet der Oberen Treenelandschaft eine Nord-Süd-Ausdehnung von ca. 7 km und eine Ost-West-Ausdehnung von ca. 5 km.

Die Entfernung zur Ostsee (Flensburger Außenförde) beträgt ca. 15 km, zur Nordsee ca. 25 km.











Landschaftsbeschreibungen
(Klicken Sie hier, um die zugehörige Karte anzuzeigen.)
1. Billau-Niederung
Im Unterlauf der Billau, nördlich des Sankelmarker Sees, gehen artenreiche Feuchtgrünlandflächen auf Niedermoor in trockene und z.T. bewaldete Hangbereiche über. Insbesondere das östliche Waldgebiet um die Akademie Sankelmark herum laden zum Spaziergang ein.

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2. Moränenzug Munkwolstrup
Dieser Flächenkomplex befindet sich zwischen Oeversee, Munkwolstrup und Juhlschau westlich der L 317 und zieht sich von dem begradigten Abschnitt der Treene über Weiden und Ackerflächen hoch zu der bewaldeten Anhöhe des Wohlds. Das Gebiet ist stark durch den Kiesabbau geprägt, rekultivierte Flächen wechseln mit abgebauten und noch im Abbau befindlichen Zonen.
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3. Oeverseefelder Weiherlandschaft
Dieser sandige Grünlandbereich zwischen Oeversee und Augaard ist durchsetzt von zahlreichen kleinen Flachgewässern und Gebüschstrukturen. Aufforstungsflächen durchziehen das Gebiet bis hin zu den Fröruper Bergen.
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4. Dünen– und Niederungslandschaft am Treßsee
Nördlich des stark verlandeten Treßsees mit seinen beiden Zuflüssen Kielstau und Bondenau befindet sich eine ausgedehnte Binnendünenlandschaft mit mehreren eingestreuten Heideweihern und Moorsenken. Dieser Komplex wird ganzjährig mit Robustrindern beweidet (Entwicklung einer halboffenen Weidelandschaft) bzw. von einer Wanderschafherde gepflegt.
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5. Fröruper Berge
Die letzte Eiszeit schuf vor ca. 12.000 Jahren mit dieser Endmoränenlandschaft ein Mosaik aus unterschiedlichen Lebensräumen. Verschiedene Waldtypen wechseln mit kleineren Mooren und Heideflächen. Zudem prägt der Kiesabbau Anfang des letzten Jahrhunderts das Gesicht der Fröruper Berge.
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6. Großsolter Moor
Dieser große Moorkomplex liegt westlich der Gemeinde Großsolt. Durch die Wiedervernässung eines Teilbereiches wurden vor einigen Jahren Überschwemmungsflächen geschaffen, die nun zum Lebensraum zahlreicher Wasservögel geworden sind. Die umliegenden Flächen werden z.T. intensiv ackerbaulich genutzt.
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7. Ihlseeniederung
Die Niederungslandschaft westlich der Fröruper Berge ist u.a. aus einem ehemaligen See entstanden und wird vom Ihlseestrom und von der Dinwatter Au zur Treene hin durchflossen. Die Grünlandflächen sind stark durch das hochanstehende Grundwasser geprägt und werden in unterschiedlicher Intensität genutzt. Westlich der Niederung befinden sich eine bereits ausgebeutete Kiesgrube und kleinere Waldbereiche.
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8. Süderschmedebyer Moorkomplex
Das ehemalige Hochmoor nördlich von Süderschmedeby wurde in der Vergangenheit entwässert und durch Torfabbau geprägt. Heute dominiert vor allem Weidengebüsch die ehemaligen Handtorfstiche. Die umliegenden Grünlandflächen weisen z.T. hohe Grundwasserstände auf und werden mehr oder weniger intensiv landwirtschaftlich genutzt.
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9. Treenetal Oeversee
Dieser Abschnitt der Treene reicht von der Ortslage Oeversee bis an die Grenze zu Tarp (A7 - Brücke). Innerorts wird die Treene größtenteils von Bäumen und Gebüsch beschattet, im südlichen Bereich schlängelt sich der Fluss durch offenere Wiesen und Weiden.
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10. Treenetal Tarp
Dieser Bereich der Treene zieht sich von der nördlichen Gemeindegrenze Tarps
(Autobahnbrücke) bis hin nach Tydal/ Eggebek. Vorbei an den Siedlungen Tarps durchfließt die Treene dann kurvenreich einen Wechsel von Grünlandflächen und Sukzessionsbereichen. Am Hangbereich ist eine botanische Besonderheit zu finden: das letzte Vorkommen der Küchenschelle (Pulsatilla vulgaris) in Schleswig-Holstein!
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